StandPUNKT! 5: Pumpstation

Pumpwerke halten die Region trocken

StandPUNKT! 5

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Von 1911 bis 2008 wurde unter dem Stadtgebiet von Dorsten Steinkohle abgebaut. Dadurch senkten sich große Teile der Stadt ab, stellenweise um bis zu 12 Meter. Diese Eingriffe in Natur und Landschaft wirken bis heute nach und beeinflussen die Wasserwirtschaft in Dorsten. Das Wasser von Hammbach und Wienbach muss weiterhin in die Lippe hochgepumpt werden.


Zwischen 1991 und 1994 wurde das Pumpwerk Dorsten-Hammbach aufgrund des bergbaubedingten Landschaftswandels errichtet, da der Bach nicht mehr auf natürlichem Wege in die Lippe abfließen konnte. Während der Bauarbeiten wurde 1992 das Skelett eines Mammuts entdeckt, das heute im Museum für Naturkunde in Münster ausgestellt ist.


Man unterscheidet Bachpumpwerke, die den Wasserlauf eines Gewässers an den Rand eines Senkungsbereichs fördern, Kanalisations- und Grundwasserpumpwerke, die den Grundwasserspiegel regulieren, wenn er der Erdoberfläche zu nahe kommt. Das erste Pumpwerk der Emschergenossenschaft nahm 1914 an der alten Emscher in Duisburg den Betrieb auf.


Der Schmutzwasserteil des Pumpwerks wurde 1994 in Betrieb genommen, der Bachwasserteil folgte 1996. Das Einzugsgebiet des Werkes umfasst 17,3 km² für das Abwasser sowie 148 km² für das oberirdische Einzugsgebiet des Hammbachs.


Preisgekrönte Wellen

Das 1995 fertiggestellte Pumpwerk Dorsten-Hammbach ist die zweitgrößte Anlage des Lippeverbandes. Sein mächtiges Maschinenhaus wurde vom Architekten Hans Stumpfl mit einer geschwungenen Metallhaut verkleidet, die an silberne Wellen erinnert. Für diese außergewöhnliche Gestaltung erhielt er eine Auszeichnung für herausragende Architektur.


Im Betriebsgebäude fördern sechs leistungsstarke Pumpen das Wasser des Hammbachs 14 Meter hoch und leiten es über Auslaufbauwerke in die Lippe. Dabei können pro Sekunde bis zu 15.500 Liter Wasser auströmen. Die Anlage verfügt über eine elektrische Anschlussleistung von 4.500 kW und eigene Transformatoren.


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