Dorstener Geschichte - Station 52: Feuerwehr

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GS 52

Seit mehr als einem Jahrhundert sorgt die Feuerwehr in Dorsten für Sicherheit und Hilfe in Notlagen. Aus kleinen freiwilligen Löschgruppen entstand eine moderne Organisation, die rund um die Uhr für die Menschen der Stadt im Einsatz ist.

Diese Geschichtsstation erzählt von den Anfängen des Feuerwehrwesens, von technischen Neuerungen und von den Menschen, die sich mit Mut und Engagement für ihre Mitbürger einsetzen. Die einzelnen Stationen zeigen, wie sich die Feuerwehr gemeinsam mit der Stadt Dorsten entwickelt hat und bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens ist.

In Meißen erfolgt erstmals die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr nach heutigem Verständnis.

Spritzenhaus Dorf-Hervest
1841 In Dorsten, Hervest, Lembeck und Wulfen bestehen Spritzenhäuser mit verschiedenen Feuerlöschgeräten. Zwei Feuerspritzen auf Schloss Lembeck unterstützen die Brandbekämpfung in den Landgemeinden nördlich der Lippe.


Saug- und Druckspritze, seit 1922 Löschzug Lembeck
1907–1928 Junge Männer aus Wulfen, Altendorf-Ulfkotte, Lembeck, Holsterhausen, Rhade und Hervest gründen ortsteilbezogene Freiwillige Feuerwehren. Bestehende Spritzenhäuser werden ausgebaut, neue Gerätehäuser unter anderem in Rhade, Lembeck und in der Altstadt (Lippetal) errichtet.
1929 An der Marienkirche in Hervest entsteht die Hauptfeuer- und Rettungswache für das neu gegründete Amt Hervest-Dorsten.
1933 Nach 20 Jahren als Schriftführer der Freiwilligen Feuerwehr Wulfen muss der jüdische Mitbürger Josef Lebenstein sein Amt aufgeben. 1944 wird er mit seiner Ehefrau Paula in Auschwitz ermordet.
1934 m Zuge der NS-Gleichschaltung werden die Feuerwehren neu organisiert und als Löschzüge der „Freiw. Feuerwehr e.V. Hervest-Dorsten“ zusammengeführt.


Feueralarm mit dem Horn
1939–1945 Im Zweiten Weltkrieg sind die verbliebenen Feuerwehrleute nahezu ununterbrochen im Einsatz, auch bei Großeinsätzen in Nachbarstädten.
Am 20. September 1973 wurde die 112 als einheitlicher Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst bundesweit eingeführt. Die von der Björn Steiger Stiftung initiierte 112 rettet bis heute Menschenleben.

Tanklöschfahrzeug TLF 16, 1958 in Lembeck in Dienst gestellt.
1946–1973 Der Wiederaufbau nach dem Krieg ist schwierig. Gerätehäuser sind geplündert, Fahrzeuge zerstört, viele Feuerwehrleute traumatisiert.

In den folgenden Jahrzehnten formieren sich die Einheiten neu und entwickeln ein aktives Vereinsleben. Dadurch wird der innere Zusammenhalt gestärkt.
1977 Ein Großbrand in der Polstermöbelfabrik Engel zählt zu den größten Einsätzen der Nachkriegszeit. Über 100 Feuerwehrleute verhindern ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile.
1988 In Holsterhausen entsteht die erste Jugendfeuerwehr Dorstens, 2005 folgt die „Gruppe Nord“ in Wulfen. 1991 tritt das erste Mädchen bei, 2004 wird die erste Frau in den aktiven Dienst beim Löschzug Wulfen aufgenommen.
2010 Die Hauptwache wird von der Marienkirche an die Wienbecke verlegt. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadtteile unterstützen sie bei den zunehmend anspruchsvolleren Aufgaben „retten – löschen – bergen – schützen“.
2026 Die Freiwillige Feuerwehr Dorsten-Altstadt, der älteste Löschzug der Stadt, feiert ihr 150-jähriges Bestehen.
Daten & Fakten

Eröffnung:
28.06.2026

Adresse:
Lippetal 19

Geodaten:
51°39'48.0 N 6°58'10.3 E

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